Ausstieg aus der K-Klasse

Diskussion, 22.06.2012, Universität der Künste, Berlin

Das Unbehagen an der aktuellen Dynamik der Kreativindustrie bricht sich immer deutlichere Bahnen. Kunst- produzierende sehen sich mit einer Double-Bind-Situation konfrontiert: Ihre Arbeit wird gleichermaßen symbolisch überbewertet und ökonomisch unterbewertet. Die Veranstaltung nimmt diese Schieflage und die aktuellen Debatten zu künstlerischen Arbeitsbedingungen zum Ausgangspunkt für eine öffentliche Diskussion an der Universität der Künste Berlin.

ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen sind hierzu nach Berlin eingeladen, um in einen Dialog mit Lehrenden und Studierenden der UdK sowie einer interessierten Öffentlichkeit zu treten. Dabei steht zunächst nicht im Vordergrund, konkrete kultur- und bildungspolitische Forderungen zu stellen. Vielmehr soll eine grundlegende Befragung zirkulierender Diskurse, Begriffe und Praktiken angestoßen werden.

Die zentrale Frage lautet: Wie stehen KünstlerInnen, TheoretikerInnen und KulturproduzentInnen heute zu der ambivalenten Semantik, die mit geradezu inflationär verwendeten Begriffen wie Kreativität, Innovation, Kreativindustrie, Standortfaktor Kunst umrissen wird? Wie lassen sich solche kulturpolitischen und kulturökonomischen Begriffe aktuell noch mit künstlerischer und gestalterischer Produktion zusammendenken?

 

DiskutandInnen:
KAREN VAN DEN BERG, Zeppelin Universität Friedrichshafen

ELISABETH MAYERHOFER, Forschungsgesellschaft für kulturökonomische und kulturpolitische Studien Wien

DIEGO CASTRO, Künstler Berlin, Projektraum Gitte Bohr (angefragt)

MATTHIAS HEYDEN, Haben und Brauchen Berlin, Technische Universität Berlin

 

Moderation: TASOS ZEMBYLAS, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien

 

Begrüßung: MICHAEL BOLLE, Universität der Künste Berlin, Dekan der Fakultät Gestaltung



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